Geriatrische Assessmentergebnisse durch Visualisierung greifbar machen

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Die ständig wachsende Gruppe hochbetagter Patienten ist durch eine Heterogenität in allen Lebensbereichen gekennzeichnet. Das geriatrische Assessment hat die Aufgabe, Aspekte aus allen diesen Bereichen quantitativ zu bewerten, um sie in medizinische und Versorgungsentscheidungen einbeziehen zu können.

Die Ergebnisse dieser Assessments sind jedoch oftmals komplex, lang und unverständlich, was die Kommunikation an Schnittstellen erheblich erschwert. Eine Möglichkeit, komplexe Informationen zu kommunizieren, ist deren graphische Aufarbeitung und Visualisierung. Eine solche graphische Repräsentation komplexer Ergebnisse wurde mit dem Gerigraph geschaffen, um auf diese Weise ärztliche „Nachbehandler“ („BMV Ärzte“), Therapeuten, Pflegende, Angehörige, Patienten selbst, Entscheidungsträger in Behörden und Institutionen zu befähigen, adäquate und individuelle Entscheidungen zu treffen.

Gerigraph ist Ergebnis jahrelanger Erfahrung

Mein Name ist Dr. Christof Heun-Letsch und ich habe mit dem Gerigraph ein Problem gelöst, was mich meine gesamte berufliche Laufbahn begleitet hat.

Ich bin Facharzt für innere Medizin und habe früh eine Leidenschaft für die Geriatrie entwickelt. Die ganzheitliche Betrachtung des Patienten und die Vielschichtigkeit der Versorgung haben mich stets fasziniert – jedoch musste ich früh feststellen, dass eine adäquate Kommunikation mit relevanten Schnittstellen oftmals eine große Herausforderung darstellt.

Ich habe mich ausführlich mit Kollegen ausgetauscht und bin teil interdisziplinärer Qualitätszirkel, um die sektorübergreifende Kommunikation von Ergebnissen besser nachvollziehen und mögliche Schwierigkeiten ergründen zu können.

So kam mir die Idee dazu, komplexe geriatrische Assessments durch greifbare und verständliche Darstellung aufzuarbeiten, was nicht nur die Kommunikation an Schnittstellen erheblich effizienter und effektiver macht, sondern am Versorgungsprozess eines Patienten beteiligte Personen befähigt, zielgerichtet und sinnvoll im Sinne des Patienten zu handeln.

Wissenschaftliche Belege

Der Gerigraph basiert nicht nur auf extensiven Erfahrungen. Jegliche Aggregation von Informationen und Ergebnissen ist durch Fachliteratur belegt. So können die geriatrischen Assessments zwar in der Kommunikation erheblich vereinfacht werden, wichtige Informationen und Daten gehen dabei allerdings nicht verloren.

Des Weiteren wird die Praktikabilität des Gerigraph aktuell in einer Masterarbeit in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Elke Raum an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen evaluiert. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit erwarten wir im Herbst dieses Jahres.